Die neue DSGVO: Das müssen Sie wissen

Mal ganz grundsätzlich: Das Wichtigste zur neuen Datenschutz-Grundverordnung

DSGVO? Noch nie gehört? Die Abkürzung steht für Datenschutz-Grundverordnung. Eine neue, europaweit geltende Verordnung, die gerade heiß diskutiert wird. Für Sie als zukünftiger Webseiten-Besitzer ist es wichtig, Ihre eigene Internetseite so zu gestalten, dass alles den neuen Bestimmungen entspricht. Sie alleine sind dafür verantwortlich!

Mit diesem Artikel wollen wir Sie dabei unterstützen – denn wer liest schon gern Gesetzestexte. Wir fassen für Sie die relevanten Aspekte der Datenschutz-Grundverordnung zusammen und beantworten Ihnen die wichtigsten Fragen. Bitte beachten Sie, dass dieser Beitrag keine Rechtsberatung darstellt.

Unheimlich wichtig – warum eigentlich?

Die Datenschutz- Grundverordnung (DSGVO) betrifft alle Webseiten-Besitzer – Sie auch! Ein paar Schritte sind notwendig, um Ihre Website DSGVO-konform zu machen. Das ist unkomplizierter und schneller umgesetzt, als bisweilen in diversen Foren und Kommentarspalten behauptet wird. Trotzdem: Die eine „Easy-Express-Lösung“ gibt es nicht. FLYERALARM Websites darf und kann Ihnen keine Rechtberatung anbieten. Jede Website ist ein Einzelfall und Rechtsberatung bleibt zu Recht den Fachleuten vorbehalten, also Anwälten.

Das heißt aber nicht, dass wir jetzt die Segel streichen: Wir sind Profis, wenn es um Websites geht, und natürlich selbst von den neuen Datenschutzbestimmungen betroffen. Weil das so ist, wollen wir Sie im Rahmen unserer Befugnisse optimal informieren und Licht ins Dunkel bringen.

Wer von der DSGVO betroffen ist

Um es kurz zu machen: So gut wie alle Webseiten-Betreiber sind von den neuen Bestimmungen betroffen. Die DSGVO gilt für jeden, der eine Webseite betreibt, die „personenbezogene/personenbeziehbare Daten“ speichert – und das machen die allermeisten Webseiten, oft automatisch. Aber was sind personenbezogene Daten überhaupt? Darunter versteht die DSGVO: Bankdaten, Adressen, Namen, E-Mail-Adresse, Geburtstage, Geo-Daten, IP-Adressen, Cookies

Wenn Ihre Website nur eine dieser Daten speichert, sind Sie von der DSGVO betroffen. Eine Webseite speichert immer dann Daten, wenn zum Beispiel

  • Webseiten-Besucher etwas kommentieren können,
  • IP-Adressen übermittelt werden (geschieht nahezu immer),
  • es eine Newsletter-Anmeldung gibt,
  • ein Kontaktformular eingebaut ist,
  • Besucherverhalten statistisch ausgewertet und Cookies analysiert werden.

Datenmissbrauch vorbeugen: Sie sind in der Verantwortung!

Soviel vorab: Wir tun unser Bestes, dass Ihnen die DSGVO nicht in Quere kommt. Ob es um das Kontaktformular, Google Analytics oder andere dazu gebuchte Module geht – bei allen datensammelnden Elementen Ihrer Website, schaffen unsere IT-Experten technische Voraussetzungen, die den Bestimmungen der DSGVO entsprechen. Aber Achtung: Mit dem Onlinegang Ihrer Webseite sind Sie allein dafür verantwortlich, das Daten DSGVO-konform erhoben und weiterverarbeitet werden. Bei Missbrauch von personenbezogenen Daten kann es teuer werden!

Die Datenschutzerklärung – ein gesetzlich vorgeschriebenes „Must-have“

Sie müssen eine Datenschutzerklärung formulieren und diese gut sichtbar auf Ihrer Webseite platzieren. Das mussten Sie übrigens auch schon vor der neuen DSGVO. Mit den neuen Bestimmungen haben sich nun aber auch die Richtlinien für die Datenschutzerklärung geändert.

Diese Inhalte werden für Ihre Datenschutzerklärung empfohlen:

  • Zwecke/Gründe der Datenverarbeitung
  • Name und die Kontaktdaten des Verantwortlichen sowie Datenschutzbeauftragten (soweit ein solcher bestellt werden muss)
  • Legitimation für die Datenverarbeitung
  • Empfänger der Daten
  • Speicherfrist der Daten
  • Angaben, inwiefern Daten an Dritte weitergeben werden
  • Rechte auf Auskunft und/oder Löschung von Daten
  • Angabe des Beschwerderechts bei der Datenschutzaufsichtsbehörde
  • Hinweis auf Tools wie Google Analytics (falls Sie solche Tools nutzen)

Zu kompliziert? Dann empfehlen wir Ihnen eine professionelle Rechtsberatung. Eine andere Möglichkeit sind sogenannte „Datenschutz-Generatoren“ von denen zahlreiche im Internet existieren und zumeist kostenfrei genutzt werden können.

Hier finden Sie ausführliche Informationen zur DSGVO:

https://dsgvo-gesetz.de/
https://www.datenschutz-grundverordnung.eu/

Nicht vergessen: Impressum erstellen

Ob Sie wollen oder nicht: Als Unternehmer, Selbständiger oder Freiberufler (Anbieter geschäftsmäßiger Online-Dienste) oder wenn Sie (regelmäßig) journalistisch-redaktionell gestaltete Inhalte online stellen, die zur Meinungsbildung beitragen können, sind Sie gesetzlich dazu verpflichtet ein Impressum auf Ihrer Webseite anzugeben. Es gibt ganz bestimmte Pflichtangaben, die Sie laut Telemediengesetz und Rundfunkstaatsvertrag in einem Impressum nennen müssen. Unterlassen Sie dies, riskieren Sie Abmahnungen oder gar Bußgelder. Und hier sind Sie:

  • Name des Webseiten-Betreibers
  • Anschrift
  • Kontaktdaten
  • Registergericht und Registernummer des Unternehmens
  • Umsatzsteuer-ID
  • berufsspezifische Daten (Angaben zu Kammer, Berufsbezeichnung/-verband)
  • Angaben zur ständigen Aufsichtsbehörde
  • Inhaltlich verantwortliche Person (bei journalistisch-redaktionellen Inhalte)

Sie brauchen beim Formulieren Hilfe? Wie bei der Datenschutzerklärung gibt es auch für das Impressum zahlreiche kostenfreie Online-Generatoren, die Ihnen bei der Formulierung Ihres Impressums weiterhelfen.